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Maxikleid Coco Nr. 2

Heute folgt Teil II der Bilder, die bei unserem Kurztrip nach Noordwijk entstanden sind. In diesem Post zeige ich euch mein zweites Maxikleid Coco. Vor einiger Zeit hatte ich euch mein "Probekleid" gezeigt, welches sich mittlerweile von einem Probeteil zu einem alltagstauglichen Kleidungsstück entwickelt hat (mehrmaliges erfolgreiches Tragen ohne Schwitzattacken trotz bööösen Polyesters)
Also nun zum zweiten Cocokleid und zu den Schwierigkeiten, eine gescheite Fotostrecke während eines regnerischen und windigen Mittags am Strand von Noordwijk hinzubekommen...


Das ist das einzige Foto direkt am Strand, welches ich für den Blogpost verwertbar fand. Dann fing es leider an zu regnen...


Also haben wir uns Unterschlupf gesucht und das in Form eines total niedlichen Cafés, das direkt am Strand gelegen ist. Wenn ihr mal vorhabt, in Noordwijk mit Hund Urlaub zu machen, kann ich euch den Strandabschnitt rund um das Café "Take2" wärmstens empfehlen. 
Das Café ist total gemütlich und liebevoll eingerichtet. Hundebesitzer sind mit ihren Vierbeinern dort  herzlich willkommen.


Als sich der Regen verzogen hatte, unternahmen wir noch einen zweiten Anlauf mit den Fotos, auch wenn der Wind weiterhin sehr stark war.



Ich habe das Oberteil des Coco-Kleides wieder in der Größe 40 und mit verdrehten Trägern genäht, die gefallen mir von den verschiedenen Varianten einfach am Besten. Aufgrund der Musterung des Stoffes fällt der BH-Träger darunter diesmal weniger auf als beim Probekleid. Für den Rockteil habe ich auch dieses Mal anstelle der im Schnittmuster angegebenen Rockmaße die volle Stoffbreite genommen und anschließend gerafft, so wie es im Nähvideo von Pattydoo gezeigt wird.


In der Mitte wird ein Gummiband eingenäht, um das Kleid auf Figur zu bringen. Dieses Mal habe ich die für mich richtige Länge des Gummibandes ermittelt, sodass ein guter Sitz im Taillenbereich gewährleistet ist. Aber auch dieses Kleid kombiniere ich am liebsten mit einem kleinen Flechtgürtel aus Kunstleder. Den habe ich mal bei H&M gekauft.






Ich schau dann jetzt mal bei RUMS vorbei und bin ganz gespannt, was ihr zu meinem neuen Kleid sagt :)

Liebe Grüße
Dani

Schnittmuster:
Coco von Pattydoo
Stoffe und Materialien:
Viskosejersey von Stoff&Stil, Sport Elastic Gummi von Prym



Maxikleid Svenja

Dieses Maxikleid hat mich vor gut einem Jahr um so einige Näherfahrungen reicher gemacht. Deshalb fand ich, dass es Zeit war ihm einen Blogpost zu widmen :)



Das Kleid "Svenja" von Pattydoo war ein Nähprojekt aus dem vorherigen Sommer, das ich mit viel Eifer und Leidenschaft bis spät in die Nacht genäht habe. Am nächsten Morgen hatte ich zwar starke Augenringe, aber auch ein sehr zufriedenes Gefühl. Der sehr auffällige Blumenprint war ein Stoffcoupon vom Holland-Stoffmarkt,  also gerade mal 1,50 x 1,50 m (Glaube ich zumindest, vieleicht waren es auch 1,50 x 2,00 m). Im Nachhinein frage ich mich ernsthaft, welches Schnittmuster-Tetris ich vor einem Jahr angestellt habe, um das Kleid zu realisieren. 



Eigentlich sieht das Schnittmuster drei Rockstufen vor, aber ich musste aufgrund der geringen Stofflänge kreativ werden. Also habe ich nur eine lange Rockstufe ergänzend zum Basiskleid hinzugefügt. Dadurch ist das Kleid im Rockbereich nicht so extrem weit und flatterig, was ich aber okay finde. Als Saumabbschluss habe ich ein schwarzes Baumwollschrägband benutzt.



Die wirkliche Herausforderung war auf jeden Fall das Nähen des Oberteils. Ina von Pattydoo hatte als Ergänzung zum einlagigen Oberteil mit Spaghetti-Trägern auch eine Anleitung zum Nähen eines doppellagigen Bustiers mit breiten Trägern erstellt, an der ich mich orientiert habe. Bevor es ans Kleid ging, nähte ich zuvor zwei Probetops, um mich mit den schon erwarteten Änderungen vertraut zu machen. Eins davon könnt ihr auch bei mir auf Instagram sehen. Diese Probeteile waren auch definitiv nötig. Ich musste den Bustierteil um mehrere Zentimeter verlängern (und somit natürlich auch das gesmokte Rückenteil). Das Bustier stand dann an den Armauschnitten total unglücklich ab. Zu dem Zeitpunkt war ich schon kurz davor, das Teil direkt in die Tonne zu kloppen. Dann hab ich mir erstmal Rat in der Pattydoo-Facebookgruppe gesucht und bekam u.a. den Tipp, die Ausschnitte mit elastischem Einfassband zu versäubern. Diese Idee war super und mein Top war gerettet. Das Smoken habe ich mit meiner Discounter-Maschine erledigt, welche eine Spulenkapsel mit CB-Greifer besitzt. Meine Pfaff Passport 2.0 hat an dieser Stelle ihre Dienste versagt  (Vielleicht  lag es aber auch an der ungeduldigen Person vor der Nähmaschine). Leider haben die Smoknähte nach der ersten Wäsche des Kleides nicht alle gehalten, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich müsste vielleicht nun nachträglich mit Framilonband arbeiten. Seither ist mir aber bisher die Lust vergangen, es nochmal aufzubessern. Das Oberteil hält auch so bis jetzt ganz gut. 



Da das Kleid schon ein sehr auffälliges Muster hat, trage ich es eher im Urlaub. Fotos konnten wir aber nur im heimischen Garten machen inklusive Hund, der bei solchen Aktionen scheinbar immer viel Spaß daran hat, ins Bild zu laufen.



Mit meinem Maxikleid schaue ich jetzt bei RUMS vorbei.

Zum Schluss noch ein kleines Outtake :)

Viele liebe Grüße
Dani


Schnittmuster:
Kleid Svenja von Pattydoo

Stoffe und Materialien:
leichter gewebter Baumwollstoff mit Blumenprint vom Holland-Stoffmarkt
Gummifaden von Prym
schwarzes elastisches Einfassband von Bahl Textil
schwarzes Baumwollschrägband von Stoffe Hartmann


Maxikleid Coco und Clutch Bowie

Schon seit mehreren Jahren möchte im Sommer mehr Maxikleider tragen. Ich bin nicht so der Typ, der im Sommer gerne viel Bein zeigt. Dafür bin ich mit meinen Beinen einfach zu unzufrieden und fühle mich dann meist nicht wohl. Röcke und Kleider, die bis zu den Knien gehen, trage ich am liebsten mit einer Strumpfhose. Da das ja nicht so sommertauglich ist, greife ich in der warmen Jahreszeit meistens zu leichten Chinohosen oder dergleichen. Mittlerweile haben sich auch ein paar selbstgenähte luftige Sommerhosen dazu gesellt. Aber das Tolle an einem Maxikleid für mich ist, dass ich meine Beine unter viel Stoff verstecken kann. Nur haben mir die Maxikleider in Klamottenläden entweder nicht gefallen oder sie haben mir nicht gepasst. Wie gut, dass Frau sich ihre Wunschkleider nun selber nähen kann.
 
...Zum Beispiel das Coco Maxikleid von Pattydoo. Nach dem Nähen war ich doch sehr überrascht, dass das Kleid auf Anhieb ganz gut saß. Hatte ich doch fest damit gerechnet, dass vor allem das Oberteil bei mir änderungsbedürftig sein würde und deshalb beschlossen, mir erstmal ein Probeteil aus einem günstigem Stoff zu nähen, und zwar aus einem 2,50 m Reststück Polyesterjersey aus einem örtlichen Stoffladen. Aber überraschenderweise gefällt mir das Kleid so gut, dass ich es wohl trotz seiner Materialbeschaffenheit tragen werde. Mal sehen, ob es den Alltagstest besteht und ich trotz des Polyesterstoffes nicht allzu schnell ins Schwitzen gerate :) 
Noch vor wenigen Jahren habe ich mir nicht so viele Gedanken darüber gemacht, welche Stoffzusammensetzung das gekaufte Kleidungsstück hat. Gerade die gekauften und besonders schicken Abendkleider haben ja oft einen hohen Polyesteranteil. Kennt ihr das auch noch aus eurer Zeit, in der ihr noch nicht genäht habt?  Jetzt, seitdem ich etwa 80% meiner Kleidung selber nähe, achte ich natürlich viel stärker auf die Materialauswahl und bevorzuge Baumwolle und Viskose. 
Meine Fotos zeigen eine Auswahl an Kombinationsmöglichkeiten. Auch hier darf eins meiner liebsten Basicteile, die Jeansjacke, nicht fehlen. Mit ihr fühle ich mich immer gut angezogen.
  
Das Fotografieren war mal wieder ein eher ulkiges Erlebnis. Seit Wochen wollten wir schon mal zu dieser Autobahnbrücke fahren, die bei uns in der Nähe ist und die Graffitiwände als Fotohintergund nutzen. Ich muss mich erstmal daran gewöhnen, an öffentlichen Plätzen Fotos zu machen. Und damit rechnen, dass natürlich zwischendurch Leute vorbeikommen und neugierig schauen, wenn sich sonntags eine eher schick gekleidete Frau unter eine Autobahnbrücke stellt und versucht, bei mäßig starkem Wind irgendwie vorteilhafte und fotogene Posen hinzubekommen. :D Und dann auch noch ungefragt fachgesimpelt wird, wie ich mich am besten hinstellen könnte :D Das ist schon etwas Anderes als im heimischen Garten fotografiert zu werden, da liegt höchstens unser friedlich dösender Hund neben mir und interessiert sich nicht die Bohne für selbstgemachte Kleidung. Wie ist das für euch, wenn ihr an öffentlichen Orten Fotos macht?
Wie schon erwähnt, war es zwischenzeitlich etwas windig, sodass ich meine Lockenmähne nicht mehr im Griff hatte :D  Deshalb habe ich auf manchen Bildern einen Dutt. Als sich die Sonne nochmal kurz zeigte, bin ich schnell auf die nächstgelegene Wiese gehüpft, um euch das Kleid auch ohne Jacke zeigen zu können.
 
 
So, und jetzt noch ein bisschen was zum Schnitt... :)
Das Rockteil besteht aus zwei Rechtecken, die zusammengenäht und anschließend gerafft werden. Um Stoff zu sparen, habe ich die Rockbreite etwas verschmälert. Den Tipp hatte ich aus dem Pattydoo-Forum bei Facebook. Das würde ich auch beim nächsten Kleid so machen. Wichtig ist definitiv, den Ausschnitt mit Bügeleinlage zu verstärken, ich habe es nur beim Vorderausschnitt gemacht, der Rückenausschnitt  ist nun etwas ausgeleiert. Nach der Anleitung wird ein Gummiband in die Nahtzugabe der Taillenaht genäht, um das Kleid auf Figur zu bringen. Ich habe den Gummi wirklich schon ziemlich kurz bemessen, aber beim nächsten Kleid muss ich es definitiv noch ein paar cm kürzer zuschneiden. So ist es einen Tick zu locker. Und dann hatte ich keine Lust mehr auf Auftrennen. Also habe ich einfach kurzerhand zu einem kleinen Flechtgürtel aus Kunstleder gegriffen und siehe da, mit Gürtel in der Taille gefällt es mir sowieso viel besser.
Das Oberteil hat verdrehte Träger, ich mag den Look. Nur etwas störend empfinde ich dabei, dass man meine breiten BH-Träger etwas sieht. Durchsichtige Träger oder Trägerlos kommt für mich nicht in Frage. Deshalb würde ich beim nächsten Mal die Verdrehung vielleicht weglassen? Was meint ihr?
Die kleine Clutch, die ich auf den Fotos in der Hand halte, ist auch nach einem Schnittmuster von Pattydoo genäht. Bowie ist ein Täschlein, das man sowohl als Handyhülle, als Clutch, oder aber auch zur Schmuckbewahrung nutzen kann, wie ihr hier sehen könnt. Das beigefarbene Kunstleder habe ich auch schon bei meinem Lieblingsturnbeutel verwendet. Es ist robust, dabei aber nicht zu dick und meine Pfaff Passport meckert auch bei mehreren Lagen nicht. Ich habe an das Täschlein zwei Schlaufen eingenäht, damit man es auch optional mit einem dünnen Schulterriemen tragen kann. Den habe ich auch aus Kunstleder selber gemacht, allerdings verpeilt, ihn auch mal zu fotografieren.
So, genug der vielen Worte. Jetzt lasse ich euch noch eine kleine Bilderflut da...





Wer nun bis zum Ende des Blogpost angekommen sein sollte, den beglückwünsche ich zu einer Menge Geduld :) Ich habe es einfach nicht geschafft, mich kurz zu halten. Aber vielleicht profitiert ja auch die Eine oder Andere von meinen Näherfahrungen, die ich mit dem Schnitt gemacht habe. Mir ist es wichtig, auf meinem Blog nicht immer nur möglichst schöne Bilder zu zeigen, sondern euch "Nähkolleginnen" auch einen Einblick in meinen Nähalltag zu geben und euch an meiner Freude und auch mal Frust über Genähtes teilhaben zu lassen.

Bis hoffentlich bald!

Liebe Grüße
Dani

Schnittmuster:
Coco von Pattydoo
Bowie von Pattydoo

Stoffe:
Grau-grüner Polyesterjersey von Stoffe Hartmann
Beigefarbenes Kunstleder von Bahl Textil

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